Was ist ein Multiples Myelom / Plasmozytom ?

Ein Multiples Myelom (Plasmozytom) ist eine seltene (etwa 7.500 Menschen in Deutschland erkranken daran jährlich) und bösartige Erkrankung der Plasmazellen im Knochenmark. Myelomzellen können auch in Form von „Tumoren“ wachsen, die als Plasmozytome bezeichnet werden. Solche Plasmozytome können entweder im Knochenmark oder Knochen sein (intramedullär) oder sich ausserhalb des Knochens, im Weichgewebe entwickeln (extramedullär). Obwohl es noch derzeit keine Heilung im engeren Sinne gibt, ist es mittlerweile eine gut behandelbare Erkrankung. Viele unserer Mitpatienten führen nach ihrer Diagnosestellung schon jahre-, manche sogar jahrzehntelang ein normales Leben.
Das Multiple Myelom ist keine einheitliche Krankheit. Jeder Patient weist Eigenheiten auf und ist individuel zu betrachten. Heute beobachten wir bei uns Patienten ein noch nie dagewesenes und lang anhaltendes Therapieansprechen. Wir  glauben fest daran, dass wir uns auf dem richtigen Weg zur Heilung befinden.
Mehr von der Krankheit zu verstehen und zu wissen, wie man damit umgeht nimmt Angst. Unsere Gruppe hilft Ihnen, mit dieser komplexen, einzigartigen Krankheit besser zurechtzukommen. Wir freuen uns auf ihr Kommen :)
 
Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:
 
- AMM-Online Netzwerk
www.krebshilfe.de/
- https://selpers.com/    ==> Neu! Online-Kurse z.B. über Fatique und das Multiple Myelom
- https://www.takeda-onkologie.de/multiples-myelom/start   ==> gute Basis für ein Arztgespräch
 
Literatur und Broschüren:

- Patientenhandbuch Multiples Myelom (Heidelberg 2018)
- www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/022_plasmozytom.pdf
 
Videos zu Behandlungsoptionen:
- Prof. Heinz Ludwig 
 
Was kann ich tun?

  • Eine Möglichkeit, für sich selbst etwas zu tun, ist Sport. Es gibt viele Studien, die gezeigt haben, dass durch Sport nicht nur das Herz-Kreislauf-System gestärkt werden kann, sondern auch das Immunsystem. Vor allem Ausdauersportarten wie Laufen, Walken, Fahrradfahren bieten sich an. Mit am wichtigsten ist dabei der Aspekt, dass ein durchtrainierter Patient die Belastungen, die mit einer intensiven Chemotherapie oder gar allogenen Stammzelltransplantation verbunden sind, besser übersteht.
    "Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine, kürzt die öde Zeit, und er schützt uns durch Vereine vor der Einsamkeit" (Joachim Ringelnatz)
  • Raucher sollten auf jeden Fall das Rauchen aufgeben. Es besteht einerseits ein erhöhtes Risiko, im Zelltief unter Chemotherapie eine Pilzinfektion zu bekommen. Andererseits weiß man, dass das Immunsystem durch das Rauchen nachhaltigen Schaden nimmt.
  • Eine ausgewogene Ernährung ist ein weiteres wichtiges Standbein, um den Körper fit zu halten. Bewährt hat sich vor allem die sog. „mediterrane Kost“ (wenig Fleisch, viel Fisch, viel frisches, möglichst ungespritztes Gemüse). Abnehmen steht dabei nicht im Fokus, denn für ggf. anstehende Therapien ist es sinnvoll, nicht untergewichtig zu sein. Im Gegenteil, mit ein paar zusätzlichen Pfunden erholen sich viele Patienten sogar schneller von den Strapazen der Therapie.
    ==> siehe auch Krebs und Ernährung sowie einen interessanten Forschungsartiklel über Curcumin (Kurkuma)
    ==> Zentrum der Gesundheit
  • Von der zusätzlichen Verwendung von alternativen Mitteln ist abzuraten. Einerseits ist die Wirkung nicht belegt, andererseits kann es zu Wechselwirkungen oder sogar schwerwiegenden Nebenwirkungen, wie z.B. Leberversagen, kommen. Da die Lymphomzellen von Zellen des Immunsystems abstammen, ist zudem nicht sicher, ob mit immunstimulierenden Mitteln, wie z.B. Mistel, nicht auch das Tumorwachstum angeregt werden könnte. Nicht zu unterschätzen ist außerdem, dass es in diesem Bereich viele Scharlatane und Geschäftemacher gibt.

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